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Bild von Parkwächterhaus und ‚Kortum-Klo’ 

Parkwächterhaus und ‚Kortum-Klo’

Standort:Bochum 
Adresse:Bergstraße 68a, Bochum
Architekt:unbekannt
Baujahr:1925-1926
 
Das zeitgenössisch auch als Pförtnerhaus bezeichnete Wohngebäude und die ihm beigestellte öffentliche Toilettenanlage bilden ein architektonisch erstaunlich qualitätvolles Ensemble, das in der Großform wie im Detail zeittypisch zwischen „Gebrauchsexpressionismus“ und „Neuem Bauen“ angesiedelt ist. Die gestalterische Qualität fällt auch deshalb auf, weil die umgebende Villenbebauung aus den Jahren zwischen 1890 und 1914 teils durch belanglose Bauten ersetzt, teils durch technisch oder ästhetisch motivierte Modernisierungen mehr oder weniger stark entstellt ist. Das Toilettengebäude, das mit quadratischer Grundfläche und Pyramidendach wie eine Paraphrase auf den um 1930 beliebten Wohnhaus-Typus der sog. „Kaffeemühle“ wirkt, wurde für eine Nutzung als Vereinsheim der Kortum-Gesellschaft Bochum e.V. restauriert. Da der Namensgeber Carl Arnold Kortum (1745-1824) nicht zuletzt durch ein humoristisches Werk, die Jobsiade, Ruhm erlangt hat, nehmen die Mitglieder der Gesellschaft den Gebäude-Spitznamen „Kortum-Klo“ schmunzelnd hin. Das Parkwächterhaus wird nach wie vor bewohnt; eine liebevolle Restaurierung würde man auch ihm wünschen, obwohl sein Erhaltungszustand noch relativ gut ist.
Quellen: ...
Ein Artikel unseres Autors Ulrich Bücholdt.
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