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Tausend-Fenster-Haus

Standort:Duisburg 
Adresse:Ruhrorter Straße 187, Duisburg-Ruhrort
Architekt:Blecken, Heinrich
Baujahr:1922-1936
 
1920 wurde mit den ersten Planungen für eine neue zentrale Hauptverwaltung der Rheinische Stahlwerke AG begonnen. 1921 wurde das Grundstück erworben. Für die Gestaltung lobte das Unternehmen einen beschränkten Wettbewerb aus, zu dem die damals prominenten Architekten Wilhelm Kreis, Peter Behrens, Emil Fahrenkamp, Paul Bonatz und German Bestelmeyer eingeladen wurden. Das Ergebnis dieses Wettbewerbs ist weitgehend unbekannt, die Urheberschaft für den ausgeführten Bau hat Blecken, dem Baudirektor der Rheinische Stahlwerke AG, jedenfalls niemand streitig gemacht. Die Inflation und die Ruhrbesetzung verhinderten einen zügigen Projektfortschritt. Als beides endgültig überwunden schien, ließ die große Konzentration der Stahlindustrie zur neu gegründeten Vereinigte Stahlwerke AG den Neubau überflüssig erscheinen. Nur äußerlich vollendet, jedoch ohne einen Innenausbau der Büroflächen, blieb der Bau stehen, bis sich 1928 ein neuer Bedarf ergab. Der Ausbau erfolgte jedoch auch jetzt nur in kleinen Schritten und wurde erst 1936 - mehr als 14 Jahre nach Baubeginn - fertiggestellt. Die Büroräume waren jedoch zum überwiegenden Teil an fremde Nutzer vermietet. 1992/1993 wurde das Gebäude - anscheinend nach Plänen von Harald Deilmann - innen durchgreifend saniert und außen restauriert.
Quellen: Brigitte Ingeborg Schlüter: Verwaltungsbauten der Rheinisch-Westfälischen Stahlindustrie 1900–1930. Dissertation, Bonn 1991. / Architekturführer Duisburg 1994
Ein Artikel unseres Autors Ulrich Bücholdt.
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