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Bild von Maschinenhalle der Zeche 'Zollern' II/IV 

Maschinenhalle der Zeche 'Zollern' II/IV

Standort:DortmundLogo Werkbund Architektur
Adresse:Grubenweg, Dortmund-Bövinghausen
Architekt:Möhring, Bruno
Baujahr:1902-1903
 
Um die neue Schachtanlage fristgerecht in Betrieb nehmen zu können, wurde die zentrale Maschinenhalle nicht als Massivbau - wie ursprünglich im Rahmen der Gesamtplanung von Paul Knobbe vorgesehen -, sondern als Eisenfachwerk-Konstruktion errichtet. Man orientierte sich dabei an der Ausstellungshalle der Gutehoffnungshütte auf der Düsseldorfer Ausstellung 1902, in der die elektrische Fördermaschine als technische Innovation der Öffentlichkeit präsentiert worden war. Da eine Architekturdekoration im Sinne der Knobbe'schen Backsteingotik an einem Eisenfachwerkbau kaum praktikabel erschien, wurde auch gleich das von Bruno Möhring kreierte "Design-Konzept" des Vorbilds mit übernommen. Möhring gestaltete den aufwändigen Haupteingang mit seinen kunstvollen farbigen Verglasungen und dem materialgerechten Dekor in der Formensprache des floral geprägten Jugendstils, außerdem die große zentrale Schalttafel, die das Herzstück einer durch Einsatz der Elektrizität vergleichsweise sauberen und architektonisch aufgeräumten Industrieanlage darstellt. Die polierten Natursteinplatten der Schalttafel rühren aber wohl nicht allein der Repräsentationsabsicht der Bauherren her, sondern sind ein naheliegendes isolierendes Trägermaterial für Regler, Schalter und Messgeräte, luxuriös ist daran allein die Überformung durch Möhring.
Quellen: ...
Ein Artikel unseres Autors Ulrich Bücholdt.
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