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Bild von Doppelvilla Marckhoff / Rosenstein 

Doppelvilla Marckhoff / Rosenstein

Standort:Bochum 
Adresse:Kortumstraße 147, Bochum
Architekt:unbekannt
Baujahr:1900
 
Das inschriftlich auf das Jahr 1900 zu datierende Doppelhaus (Kortumstraße 147 und Goethestraße 2) steht auf einem der zur Bauzeit exponiertesten Grundstücke Bochums. Der heute wenig spektakulär anmutende dreieckige Platz in der Gabelung zwischen Kortumstraße und Goethestraße, dem das Haus seine Schaufassade zuwendet, war ehedem durch ein großes Kaiser-Wilhelm-Denkmal besetzt und durch weitere Villen wohlhabender und einflussreicher Bochumer Bürger gesäumt. Über die Bauherren der Doppelvilla, den „Rechtsanwalt“ Justizrat Dr. jur. Ernst Marckhoff (1864-1912) und den „Baumeister“ und „Stadtrat“ Louis Rosenstein († 1913) ist allerdings bislang nur wenig bekannt, ihre anscheinend beträchtliche wirtschafts- und industriegeschichtliche Bedeutung noch weitgehend unerforscht. In ihrer ursprünglichen Gestalt erinnerte die Hauptfassade deutlich an die Pariser Oper (1874 von Charles Garnier), ein opus magnum der historistischen Baukunst. Nach erheblichen Kriegsschäden wurde das Haus unter Veränderung der Dachzone und des Inneren wiederaufgebaut, die ursprüngliche aufwändige Innenausstattung ist kaum noch zu erahnen. Seit 1957 beherbergte das Gebäude die Städtische Gemäldegalerie, heute gehört es als „Altbau“ zum Museum Bochum. Die auch für Laien deutlich sichtbaren Bauschäden der Fassade, die schließlich eine Einzäunung zum Schutz der Passanten erforderten, wurden zu guter letzt mit dem Rückenwind eines starken bürgerschaftlichen Engagements repariert. Parallel dazu rückte das Haus auch in der Nutzung von einem wenig beachteten Nebengebäude zu einem gleichrangigen Partner des Museumsbaus aus den 1980er Jahren auf.
Quellen: ...
Ein Artikel unseres Autors Ulrich Bücholdt.
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